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Alle
Ergebnisse der Wettbewerbe 2000
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Bericht
vom Kieler Jedermann-Zehnkampf 2000 Vorbildcharakter
für die gesamte Leichtathletik
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Auch
die 7. Auflage des Kieler Jedermann-Zehnkampfes war ein voller
Erfolg. Trotz der geringen Teilnehmerzahl von insgesamt 120
Aktiven , bekam Organisator Thorsten Senff von allen Seiten
positive Rückmeldungen. "Die Idee des Kieler
Jedermann-Zehnkampfes mit der Verbindung von Breiten-, Leistungs-
und Behindertensport hat Vorbildcharakter für die gesamte
deutsche Leichtathletik", lobte DLV- Vizepräsident Theo
Rous die THW-Veranstaltung. Am Sonnabend bekamen die Zuschauer und
Breitensportler beim Testwettkampf der MobilCom Zehnkampfwelle
Spitzensport zu sehen. Im Kugelstoßen, Hochsprung und 200-m
Lauf testeten Stefan Drews und Boris Kawohl ihre Form,
Olympiakandidat Mike Maczey verzichtete auf den Hochsprung
"Seit Götzis hatte Mike leichte Probleme mit der
Patellasehne im Sprungknie, die jetzt abgeklungen sind. Im
Hinblick auf die Olympiaqualifikation in Ratingen, wollen wir
nichts riskieren", erzählte Trainer Hinrich Brockmann.
Vor allen Dingen Stefan Drews deutete seine hervorragende Form mit
1,98 m im Hochsprung und 21,81 Sekunden im 200-m Lauf an.
Boris
Kawohl war aufgrund harter Trainingseinheiten der vergangenen drei
Wochen "platt", mit 1,90 m im Hochsprung hatte der
23-Jährige seine beste Leistung. Mike Maczey stieß mit
14,26 m eine ordentliche Weite, im abschließenden Lauf wurde
der amtierende deutsche Meister Zweiter. "Mike hatte im 200-m
Lauf seinen ersten schnellen Lauf seit Götzis , mit 22,74
Sekunden bin ich daher zufrieden", kommentierte
Brockmann. Aber auch die Teilnehmer des Jedermann-Zehnkampfes
hatten an beiden Tagen nicht nur eine Menge Spaß, sondern
zeigten ebenfalls hervorragende Leistungen. Der ehemalige deutsche
Jugendmeister im Zehnkampf ging mit seinen Kollegen von der Sport
Reha Kiel im Team-Zehnkampf an den Start. Mit 11,96 m mit der
Männer- Kugel und 35,20 m im Diskuswerfen zeigte sich der
Physiotherapeut der THW- Handballer zufrieden. Brandenburg: "Der
Team-Zehnkampf ist eine tolle Möglichkeit, in einer Gruppe
Spaß an der Sportart Leichtathletik zu haben".
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Theo Rous (DLV- Vizepräsident): "Der
Kieler Jedermann-Zehnkampf hat Vorbildcharakter für die
gesamte Leichtathletik. Die Verbindung von Leistungs-, Breiten-
und Behindertensport sollte auch in anderen Städten Einzug
halten. Die behinderten Sportler werden hervorragend in die
"Fußgänger-Leichtathletik" integriert.
Schade ist nur die geringe Teilnehmerzahl, Thorsten Senff hat
hervorragende Arbeit geleistet."
Mike Maczey (MobilCom Zehnkampfwelle, Zehn- kämpfer,
Teilnehmer der Olympiade in Sydney): "Der
Jedermann-Zehnkampf ist ein Schnupperzehnkampf für
Breitensportler. Wenn man selber einen 10-Kampf gemacht hat, kann
man die Leistungen eher ein-schätzen".
Dirk Riekmann (THW Kiel, Vierter über 400-m Hürden
bei den DM 99): "Im Gegensatz zu anderen
Landesmeisterschaften ist das Rahmenprogramm einfach toll - Ich
würde mir wünschen, dass alle Titelkämpfe einen
ähnlich motivierenden Rahmen haben. Es wäre toll, die
Einzel-LM im Rahmen des Jedermann-Zehnkampfes auszutragen".
Katharina Asmussen: "Es ist schade, dass so
wenig Rollstuhlfahrer am Behindertensportfest teilnehmen. Es gibt
sonst nicht viele Angebote in der Leichtathletik".
Erwin Staarken (Raisdorf): "Leichtathletik ist
im Behindertensport im Norden nicht attraktiv. In der Zukunft
muss in dieser Hinsicht einiges verändert werden. Der
Jedermann-Zehnkampf kann einen großen Anteil für eine
zunehmende Akteptanz der LA haben".
Erich Schmidt (zum 7. Mal dabei): "Leichtathletik
bringt in der Gruppe eine Menge Spaß. Der
Jedermann-Zehnkampf ist mal etwas anderes".
Anke Roggenbrodt (Siebenkämpferin vom KTB): "Ich
kann mich nicht erinnern, dass wir bei einer Landesmeisterschaft
im Siebenkampf eine so tolle Atmosphäre hatten".
Uwe Brandenburg (Physiotherapeut der THW
Bundesliga-Handballer): "Der Team-Zehnkampf ist eine
schöne Möglichkeit, in einer Gruppe Spaß am Sport
zu haben. Mit fünf Leuten ist der Zehnkampf nicht so
anstrengend. An den beiden Tagen haben wir eine Menge Spaß
gehabt".
Manfred Wegner (Sportpsychologe an der Kieler
Uni): "Beim Behindertensportfest und dem
Jedermann-Zehnkampf gibt es keinen Neid unter den Sportlern. Es
ist ein tolles Miteinander, Behinderte und Nichtbe-hinderte gehen
offen aufeinander zu. Es herrscht eine einmalige Atmosphäre".
Christian Böhm (von den KTB-Schülern): "Im
nächsten Jahr mache ich den gesamten Zehnkampf alleine. Das
bringt mehr Spaß als Fußballspielen."
Hinrich Brockmann (Leitender Landestrainer): "Thorsten
Senff hat eine tolle Arbeit geleistet. Kaum jemand sieht die
Mühen, mit denen die Veranstaltung organisiert wurde. Nur
schade, dass beim 200-m Lauf kaum noch Zuschauer anwesend waren.
Über ein Kommen der MobilCom Zehnkampfwelle im kommenden
Jahr können wir erneut sprechen. Den Jungs hat der Dreikampf
auf jeden Fall viel Spaß gebracht"
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Einen Teilnehmer- Boom erlebte dagegen der SHLV- Mini-
Mehrkampf. Kuddl Kaschke und Gesa Weitendorff betreuten an beiden
Tagen 20 Kinder, die beim "Raketenweitwurf" und
"Bananenkistenlaufen" eine Menge Spaß hatten. "Ein
schönes Erlebnis brachte der abschließende 800-m Lauf.
Ein Junge hatte Angst vor dem Startschuss, kurzerhand mussten wir
mit Trillerpfeife starten", schmunzelte Kaschke.
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Von der guten Stimmung des Wochenendes motiviert, steigerten
auch die Teilnehmer der Landesmeisterschaften ihre Bestleistungen
beträchtlich. Wiebke Klauder (KTB) begann den Siebenkampf mit
Bestleistung von 14,78 sec im 100-m Hürdenlauf und schloss
den ersten Tag mit guten 25,01 sec im 200-m Lauf. Mit glänzenden
5086 Punkten siegte Klauder vor "Oldie" Antje Walter,
die mit 4914 Punkten mehr als zufrieden waren. Auch im
abschließenden 800-m Lauf steigerten sich Klauder auf
2:17,02 und Walter auf 2:17,80 Minuten zu neuen Bestzeiten. Im
Zehnkampf der Männer profitierte Holger Finke (KTB) vom
"Salto Nullo" seines Vereinskollegen Andreas Korte, mit
5480 Punkten holte sich Finke seinen ersten 10-Kampf Titel.
Henning Heinrichs (Köln) gewann den 10-Kampf außer
Konkurrenz mit guten 6551 Punkten.
Trotz der enttäuschenden Teilnehmerfelder wird es im
kommenden Jahr eine neue Auflage geben, vielleicht sind dann ja
auch einige "Leichtathleten" aus Schleswig-Holstein in
Kiel dabei.
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Tolle Leistungen der Behinderten Bahn für
Rollies ein bißchen zu weich
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"Wir hätten uns natürlich mehr als 30 Teilnehmer
gewünscht, aber alle die hier im Stadion waren, hatten ihren
Spaß", zeigte sich Peter Green, vom Sanitätshaus
Green, unter kleinem Vorbehalt zufrieden mit dem Verlauf des
zweiten Behindertensportfestes.
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Spannende Rennen gab es vor allen Dingen bei den
Landesmeisterschaften im 1500-m Handibikefahren zu sehen. Im
Endlauf der Männer konnte Marco Bier (Lütjenburg) seinen
Vorjahrestitel in guten 3:57,28 Minuten verteidigen und gewann wie
1999 vor Malte Mackrodt (RSG Raisdorf). Mackrodt: "Mit 3:59,
28 Minuten bin ich erstmals unter vier Minuten geblieben, trotz
der guten Zeit hätte ich gerne gewonnen". Sabine
Dittmann (Kiel) war im Endlauf der Frauen in 5:16,80 min
ungefährdet. Viele Zuschauer und Teilnehmer des
Jedermann-Zehnkampfes nutzten die Möglichkeit und testeten
die Rollstühle und Handibikes, die die Firma Green zur
Verfügung stellte.
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"Für Nichtbehinderte ist das Rollstuhlfahren eine
gute Möglichkeit, das Handicap mit zu erleben", war Uwe
Brandenburg von der Sportreha Kiel begeistert von dem Ansturm auf
die Rollstühle. Als einzige Teilnehmerin ging Katharina
Asmussen (RSG Raisdorf) im 100- und 200-m Rennen an den Start, mit
ihren Zeiten war die junge Kielerin aber nicht ganz zufrieden: "Es
ist sehr schwer, auf dem Belag zu fahren. Die Bahn ist ein
bisschen zu weich".
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Im kommenden Jahr wird das Behindertensportfest voraussichtlich
in einem größeren Rahmen durchgeführt. "Viele
Sportler haben kurzfristig abgesagt, da in Lübeck und
Duderstadt und Lübeck zwei Parallelveranstaltungen
statt-gefunden haben. Im kommenden Jahr werden voraussichtlich
einige Nationalmannschaftsathleten in Kiel dabei sein",
blickte Green-Prokurist Norbert Kust voraus.
Die Integration des Behindertensportfestes in den
Jedermann-Zehnkampf hat sich auf jeden Fall bewährt, das
gemeinsame Sporttreiben von Behinderten und Nichtbehinderten baut
Schranken ab.
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Dieser Bericht
von Toben Schade erschien zu großen Teilen am 3.Juli 2000 in
den Kieler Nachrichten
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