|
Rakete statt Speer
5.
Jedermann Zehnkampf als "Familienfest" ein voller
Erfolg
Zwischen Horst Nielsen und Julian Gröning
liegen mit 46 Jahren fast zwei Generationen, nach dem
Jedermann Zehnkampf im Kieler Unistadion trennten die beiden
aber gerade einmal ein paar Pünktchen. Fast im Gleichschritt
marschierten der 57jährige Nielsen und der 1 jährige
Steppke durch die zehn Disziplinen und landeten am Ende in der
Riegenwertung mit 2259 (Nielsen) und 2172 Punkten (Gröning)
auf den Plätzen vier und fünf. Die beiden Kieler
dokumentierten damit unabgesprochen aber eindrucksvoll das
selbstgewählte Attribut dieser außergewöhnlichen
Freizeitsportveranstaltung, denn bei der 5.Auflage war unter
den rund 150 Teilnehmern fast jede Altersklasse vertreten.
|
|
|
Stabweitsprung im Kinder Zehnkampf: Annika Gröning
vom THW beherrscht die neue Disziplin schon recht
gut. Foto Paesler
|
So war Julian Gröning zwar der jüngste Athlet
beim regulären Zehnkampf, die Auszeichnung des jüngsten
Teilnehmers musste er allerdings an seinen kleinen Bruder Oliver
abtreten. Der Sechsjährige geht noch nicht einmal zur
Schule, vollbrachte aber bereits die Leistung, im Rahmen des
Mini Zehnkampfes zehn leichtathletische Disziplinen an zwei
Tagen absolviert zu haben. Daß er dabei mit den
Wettkampfgepflogenheiten noch seine Probleme hatte und
bei den Startschüssen erst einmal schauen mußte,
wie seine, seine Mitstarter auf den Knall reagieren würden
bevor er loslief, machte nur wenig aus. Schließlich hatte
er in seiner Riege noch seine achtjährige Schwester Annika
dabei, die ihm mit guten Tips zur Seite stand.
Insgesamt 15 Kinder nahmen an dem erstmals
angebotenen Wettkampf teil, liefen statt über Hürden
über Bananenkisten und absolvierten an Stelle des
Stabhochsprungs einen Stabweitsprung. Und obwohl die
Wurfgeräte Kugel, Diskus und Speer durch Medizinball,
Schleuderball und Plastik Rakete ersetzt wurden, lief
der Wettkampf wie bei den Großen ab. Soll heißen: der
Spaß stand im Vordergrund. Denn der Jedermann Zehnkampf
hat sich inzwischen als Familienfest etabliert, bei dem
Eltern und Kinder gemeinsam im Stadion.
auflaufen. So auch bei Familie Gröning, die neben den
Kindern auch noch die Eltern Volker und Erika ins Rennen schickte
und damit das größte familiäre Teilnehmerfeld
stellte.
Für Hauptorganisator Thorsten Senff vom THW Kiel war das
die beste Bestätigung, denn obwohl er möglichst viele
Teilnehmer zur Teilnahme bewegen möchte, ist sein
Hauptanliegen, "das familiäre Flair der
Veranstaltung zu er halten".
RALFABRATIS
|